[REZENSION] Portal Chroniken 01: Portal

Komm und finde mich vor zwei Jahren… Sechs Worte, die den Eishockey spielenden Wildfang Arizona in eine alternative Dimension geschleudert haben. Plötzlich lebt sie das Leben einer umschwärmten Cheerleaderin. Sie wird aus dem glücklichen Leben mit ihrem Vater gerissen und in ein neues, fremdes Leben mit ihrer verhassten Mutter gestoßen. Alle kennen sie als Arizona Darley, aber die ist sie nicht. Sie ist Arizona Stevens. Während sie versucht, Antworten zu finden, stehen für sie nur zwei Dinge fest: dass ihre Mutter Olivia irgendwie für alles verantwortlich ist - und dass sie ihr altes Leben zurückhaben möchte. Bis sie Kellan trifft...
Arizona Stevens ist ein toughes 16-jähriges Mädchen, das Eishockey über alles liebt und sich noch nie sehr für Mode und ihr Aussehen interessiert hat - im Gegensatz zu ihrer jüngeren Schwester Ella, die sich super mit deren Mutter Olivia versteht. Nachdem sie nach einem verhauten SAT-Test in das Auto ihres Vaters steigt, wacht sie plötzlich in einem neuen Auto ihrer veränderten Mutter auf. Aber nicht nur ihre Mutter scheint anders zu sein, ihre Schwester spricht einen Fremden als ihren Vater an und hat plötzlich einen älteren Bruder, Harry. Wenn das alles nicht schon merkwürdig genug wäre, kann Arizona bei einem Blick in den Spiegel nirgends ihre braunen Haare erkennen. Stattdessen sind sie platinblond. Auch in ihrer Highschool kennen sie alle nur als die beliebte Cheerleaderin Arizona Darley. Es bleibt ihr nichts anderes übrig als nach einer Lösung zu finden und- was noch schwieriger ist- herauszufinden was aus ihrem echten Vater geworden ist.

Nach einem verwirrenden Epilog aus der Sicht von Olivia, Arizonas Mutter, wird man direkt in die Handlung hineingeschleudert. Man weiß genau so wenig wie Arizona, wie es dazu kommen konnte, plötzlich in einem anderen Leben aufzuwachen und sucht an ihrer Seite nach den Puzzelstücken, die alles grade rücken könnten. Bereits am Anfang ist Portal ein Pageturner aus zwei Gründen: Man will herausfinden, was passiert ist und 2. ist es sehr unterhaltsam mitzuerleben wie Arizona sich in dieser neuen Welt zurechtfindet. Wer sind die beiden Cheerleaderinnen und warum nennt Kellan sie Krabbe? Das sind die Fragen, die man sich mit Arizona stellt und die es einem nicht ermöglichen Portal aus der Hand zu legen.

Nach diesem tollen Start geht es aber leider wieder bergab. Die Liebesgeschichte zwischen Kellan und Arizona, die wirklich viel Potenzial enthielt, wird geschmacklos runtergespült und auch kleine Streitereien, die es ein Bisschen dramatischer machen sollten, haben nicht den gewünschten Effekt. Dabei ist Kellan ein gut entwickelter und interessanter männlicher Protagonist. Allgemein sind die Charaktere Imogen Rose recht gut gelungen. Sie haben alle eine feste Rolle und sind auch recht verschieden. Leider lernt man Charaktere wie Maria, Ali oder auch Justin nicht so gut kennen und deshalb kann ich nicht wirklich sagen, ob die Autorin sie gut ausgearbeitet hat oder nicht. Zu den Charakteren kann ich deshalb nur sagen, dass sie interessant und passend, aber bestimmt nicht überragend tiefgründig waren.

Leider bekommt Portal wegen dem Schreibstil einen Stern abgezogen. Die Dialoge und einzelne Sätze hörten sich oft sprachlich einfach nicht flüssig angehört, sodass ich oft nicht sofort wusste, was gemeint war. Ob das aus der Feder der Autorin kommt oder an Unsicherheiten bei der Übersetzung liegt, kann ich nicht sagen. Das Lesevergnügen leidet leider darunter. Auch die Wechsel zwischen Kapiteln aus Arizonas und Olivias Sicht, die inhaltlich weiterhalfen, waren ungeschickt geschrieben. Als Leser musste man sich ständig an den Wechsel zwischen der 'Ich' und der 'Erzählperspektive' gewöhnen. 

Fazit: Insgesamt ist Portal ein überzeugender Zeitreiseroman. Umgehauen hat es mich nicht, was vorallem am Schreibstil liegt, aber die Handlung beinhaltet eine interessante Storyline mit facettenreichen Charakteren. Auf den zweiten Teil freue ich mich auf jeden Fall!

Ein großes Dankeschön an 

 Alli Potter für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und für die Teilnahme an dieser fantastischen Blogtour. 

  Imogen Rose ist die Autorin der Bestseller-Reihe »Die Portal-Chroniken«, die sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen Kultstaus im Bereich der Indie-Literatur erreicht hat. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 2010. Inzwischen ist sie hauptberuflich als Schriftstellerin tätig und arbeitet gerade an »The Bonfire Chronicles«, ihrer zweiten Buchreihe für jugendliche Leser.

Imogen wurde in Schweden geboren und zog für ihr Studium der Immunologie nach London, das noch heute eine ihrer Lieblingsstädte ist. Nach ihrer Promotion am Imperial College siedelte sie 2001 mit ihrer Familie in die USA nach New Jersey über. Imogen ist ein selbstbekennender Hermès-Fan und gibt offen zu, dass sie Kurt Cobain vergöttert. Sie liebt Shopping, Reisen, Filme und das Zusammensein mit ihrer Familie, ihren Freunden und Tallulah, ihrem Chihuahua.
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Kommentare on "[REZENSION] Portal Chroniken 01: Portal"
  1. Ich empfand das Buch so ähnlich wie du. Und der Schreibstil war an manchen Stellen wirklich seltsam. Bei einigen Dialogen wusste ich gar nicht, wer jetzt eigentlich was sagt...

    lg Filo ;)

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  2. Immer wenn ich auf dad Buch stoße denke ich, dass es etwas mit der CoB Reihe zutun hat. Hieß die Inspektorin nicht irgendwie so? Oder ich bring gerade etwas durcheinander, trotzdem muss ich dann sofort an City of Bones denken.^^

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    1. Hahahaha Imogen? Jaaaa, Jace Oma, die böse Inspektorin :D
      Aber Portal hat gaaar nichts mit CoB zu tun: Weder vom Inhalt oder Genre, noch von der Qualität :)

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